Negative Bias oder Negativ-Effekt

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Es gibt ein natürliches, psychologisches Phänomen, das sich Negativitätseffekt nennt.

Seit Urzeiten sind wir darauf konditioniert, Risiken, Gefahren und potenzielle Verluste zu erkennen. Wir sind sagenhaft schnell und trainiert darin, zu erspüren, dass unser Handeln negative Konsequenzen haben könnte, selbst wenn wir noch nicht mal die genauen Konsequenzen benennen können.

Nun erscheint diese potenzielle Furcht oder Vorsicht unserem Gehirn fast ebenso, als wäre die ungünstige Situation oder Gefahr bereits eingetreten.
Negative Trigger produzieren in unseren Köpfen mehr neurale Aktivität, als etwa gleichstarke positive Trigger. Die negativen Stimuli werden auch schneller und leichter erfasst und wahrgenommen.
Wenn Du eine negative Erfahrung wieder und wieder in Deiner Erinnerung abspielst, dann gibst DU Deinem Gehirn das Kommando für all die Alarm-Aktionen, wie einen gesteigerten Adrenalin und Cortisol Ausstoß, erhöhten Puls und Blutdruck bei verengten Blutgefäßen, erhöhten Enerieverbrauch und damit erhöhtem Suchtdruck und so weiter.

Du spielst so nicht nur mit Deiner Gesundheit, sondern auch mit der mittel- und langfristigen Beurteilung Deines Lebens.
Denn — wie hast Du Dich gefühlt, bei der mentalen Wiederholung der Wiederholung Deines Unglücks?

Das bedeutet:
Um die neuroplastische Wirkung des Negativeffektes auszugleichen, musst Du für zahlreiche positive Stimuli sorgen und Dir immer wieder ihren Wert klarmachen.

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Dieser Artikel erschien original am 28.08.2020 auf meinem Blog www.ichkreierealsobinich.com

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